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Sonntag, 22. April 2018

Al-Thani will weitermachen

MALAGA: 2013 die Fast-Sensation gegen Dortmund - Nun der Abstieg
Fanaufstand. Jetzt, wo es zu spät ist. Vor dem 2:0 gegen San Sebastian erschienen Malagas Ultras erst einige Minuten nach dem Anpfiff - aus Protest gegen Klub-Besitzer Abdullah Bin Nasser Al-Thani und seinen geschäftsführenden Verwandten, die erneut mit Abwesenheit glänzten. Skandiert wurde: "Al-Thani hau schnell ab."

Dabei war er doch weg. Und weg ist nun auch Malaga: abgestiegen. Kapitän Recio gab zu: "Wir haben versagt. Malaga gehört in die 1. Liga, und wir kommen bald zurück." Seine Betonung auf "bald" glaubt von den Fans aber kaum einer so recht, da kann der Katarer Al-Thani, seit acht Jahren an der Klubspitze, noch so erklären: "Ein trauriger Tag, aber wir halten an Malaga fest und werden den Klub wieder zurückbringen."

Geredet wurde immer viel seit dem Aufstieg 2008, auch unter Trainer Bernd Schuster, der Malaga
2014 auf Platz 11 führte. Das Highlight war da schon Historie: 2013 der Sturm ins Viertelfinale der Champions League. Erst ein Abseitstor Dortmunds in der Nachspielzeit des Rückspiels zum 3:2 stoppte den damals von Manuel Pellegrini trainierten Außenseiter.

Al-Thani hatte den Klub 2010 für 30 Millionen Euro gekauft und danach binnen kurzer Zeit rund 140 Millionen investiert - zumeist jedoch in in die Jahre gekommene Stars wie Ruud van Nistelrooy oder Martin Demichelis. Aufsehen mit aufstrebenden Spielern erregte Malaga nur einmal: 2011 hatte man Isco für sechs Millionen Euro von Valencia B geholt und den heutigen Nationalspieler 2013 für 30 Millionen an Real verkauft - insgesamt soll Al-Thani rund 150 Millionen Euro Transfergewinne erzielt haben. Wie man sieht, auf Kosten der sportlichen Ambitionen.