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Samstag, 30. Juni 2018

Live Stream Frankreich - Argentinien 30.06.2018 WM

In Kasan findet am Samstag, den 30.06.2018 das 1/8-Finale der Weltmeisterschaft 2018 in Russland statt. Um 16:00 Uhr trifft Frankreich auf Argentinien. Sei Live dabei per TV, Livestream, Radio oder Liveticker!


Bereits am Montagnachmittag war ein vom französischen Fußballverband gechartertes Flugzeug in Moskau gelandet. An Bord: 140 Familienmitglieder und Freunde der Spieler der Equipe tricolore. Trainer Didier Deschamps hatte seiner Mannschaft versprochen, dass der Abend und Morgen nach dem Dänemark-Spiel am Dienstag frei bliebe, daran hatte auch der schwache und folgerichtig torlose Auftritt zum Vorrundenabschluss nichts geändert. Erst am Mittwochnachmittag versammelten sich die Akteure wieder zum Training im Mannschaftsquartier im 35 000-Einwohner-Städtchen Istra, gut 60 Kilometer nordwestlich von Moskau gelegen.

Vielleicht kam diese erste freie Fußballzeit seit Wochen für Frankreichs Elite-Kicker ja zum rechten Augenblick. Denn irgendetwas muss passieren, sonst verabschiedet sich diese französische Mannschaft am Samstag gegen Argentinien so sang- und klanglos aus dem Turnier, wie sie bislang ihre Spiele bestritten hat. Von sechs Halbzeiten war lediglich eine gegen Peru ansehnlich, der Rest war Durchschnitt, von einer Mittelmäßigkeit, die den großen Namen im Kader zu keinem Zeitpunkt gerecht wurde. Die französische Fachzeitung L’Equipe schrieb am Mittwoch: "Wenn man den Fußball liebt, sollte man bei dieser WM keine Spiele Frankreichs sehen. Das, was die Mannschaft am besten verbreitet hat, ist Langeweile." Harte, aber treffende Worte.

Wie schon 1998 traf Frankreich nach zwei gewonnenen Spielen in der Gruppenphase auf Dänemark. Doch da hören die Parallelen auch schon auf. Während damals die von Aimé Jacquet aufs Feld geschickte B-Elf verdient 2:1 gewann und man später Weltmeister wurde, ließ der Auftritt der Moskauer Garnitur einen beinahe sprachlos werden. Der Gewinn des Titels? Angesichts der aktuellen Form so weit weg wie Sibirien von Moskau. Vor allem die Offensive macht Sorgen. "Es fehlte Spontanität und Risikobereitschaft. Die zweite Halbzeit war eine Strafe. Die ganze offensive Ausrichtung hat nicht gut funktioniert. Wir sind nicht zufrieden mit unserer Leistung", fand Olivier Giroud klare Worte.

Drei Tore erzielte Frankreich bislang in 270 Minuten. Einen Elfmeter, ein Eigentor der Australier und ein Abstaubertor von Kylian Mbappé. Gegen die Dänen schoss Giroud einmal gefährlich aufs Tor, später Nabil Fekir noch einmal. Das war’s. Der Spieler aus Lyon hatte zuvor Stürmerstar Antoine Griezmann ersetzt, der bei diesem Turnier bislang schwer enttäuscht. Dreimal wurde er in drei Spielen ausgewechselt. "Ich hoffe, mein Niveau im Achtelfinale zu steigern", sagte er am Dienstag. Das ist auch bitter notwendig. Vor allem das Zusammenspiel mit der vorderen Spitze Giroud klappt derzeit gar nicht. Gegen Dänemark war es sogar inexistent. "Wenn wir das taktische System ändern, die Aufstellung, dann darf man nicht zu viel erwarten", entschuldigte sich Giroud. "Wir sind aber nicht blind. Wir wissen, was wir verbessern müssen. Man hätte mich besser suchen müssen. Es ist eine Arbeit der Mannschaft, die Automatismen zu verbessern. Es war nicht nur Antoine, wir waren alle unter unserem Niveau."

Doch die Zeit des Warmlaufens ist vorbei. Argentinien wird eine andere Herausforderung als Peru oder Dänemark. Giroud hätte die Südamerikaner gerne vermieden. "Ich hätte lieber Nigeria oder Island gehabt", so der Chelsea-Stürmer. Das letzte Spiel gegen Argentinien bei einer WM fand 1978 statt, damals verlor Frankreich unter Michel Hidalgo 1:2 und flog in der Vorrunde aus dem Turnier. Die gute Nachricht: Es gab seitdem bei einer Weltmeisterschaft keine Niederlage mehr gegen ein Team aus Südamerika.

"Den Diego wird’s noch lange geben", vermeldete "der Diego" höchstpersönlich nach seinem Schwächeanfall in St. Petersburg. Gegen den Rat eines Arztes war Diego Maradona bei seinen Argentiniern geblieben - und schlug mit ordinären Gesten am Ende über die Stränge, bevor er kurzzeitig zusammenbrach. Das trennte ihn von Lionel Messi und Co. - die Spieler erhoben sich im letzten Moment und bleiben dank des 2:1 gegen Nigeria weiter im Turnier. Wen es da länger geben wird, Argentinien oder Diego, könnte sich schon am Samstag zeigen gegen Frankreich.

"Nigeria war ein wichtiger Schritt, aber zugleich auch keiner. Es war Gruppenphase", bilanzierte Javier Mascherano und erinnerte mit seinem Cut an der linken Augenbraue ein wenig an Bastian Schweinsteiger nach dem WM-Triumph 2014. Ein solcher bald in Moskau ist das Ziel. Auch, wenn das nach den Leistungen der Vorrunde vermessen erscheint.

Aber die von Mascherano selbst als "Verlierer-Generation" bezeichneten Führungsspieler wollen es ein für alle Mal richten. "Wer Rosen mag, muss Dornen akzeptieren." Das war gemünzt auf sein Halten vor dem Elfer gegen Leon Balogun. Dahin damit die von Ever Banega lancierte und Messi toll abgeschlossene Führung. "Ich hätte zum Bösewicht des Films werden können", so Mascherano.

Das Dornen-Beispiel passte zugleich aber trefflich auf die gesamte Albiceleste, die ein Spießrutenlaufen hinter sich hatte. Auch deshalb wohl war der Jubel so groß, sie wollten gar nicht mehr vom Platz, zehn lange Minuten. An vorderster Feier-Front: Messi. "Es war eine Euphorie, als hätten wir in Argentinien gespielt", sagte Trainer Jorge Sampaoli. Messi erklärte: "Wir haben alles rausgehauen." Er meinte den Jubel. Denn sportlich darf das nicht alles gewesen sein von den vermeintlichen Verlierern, soll es wirklich was werden mit dem Titel.

Weniger ramponiert wie beim 0:3 gegen Kroatien, war das Team vor der Pause wunderbar geführt worden von Messi und Banega. Der 34-jährige Mascherano agierte, noch bei Kräften, als Sechser kompromisslos, Nicolas Otamendi war als Abwehrchef lange fehlerfrei. Letztlich wurde es ob des Leistungsabfalls infolge Mascheranos Elfer-Aktion aber richtig eng. Keeper Franco Armani (statt des gegen Kroatien patzenden Caballero) rettete gegen Odion Ighalo, kurz darauf traf Marcos Rojo zum Sieg.

Strategisch müsste Sampaoli manches korrigieren gegen Frankreichs messerscharfe Angreifer und Souverän N’golo Kanté im Mittelfeld, der, anders als diverse Argentinier, bis dato im Turnier keine Ermüdungserscheinungen offenbarte. "Wir waren am Limit", gab Mascherano zu. "Viel Emotion, aber das reicht nicht. Wir müssen fußballerisch zulegen."

Die Frage ist jedoch, ob der aufgrund vieler früherer Personalwechsel kritisierte Coach etwa den enttäuschenden Angel di Maria gegen mehr Stabilität opfert. Dass Sampaoli Messi zur Einwechslung Sergio Agueros konsultierte, was der Kapitän mit Nicken goutierte, sagt viel über die Hierarchie. Dass mit Cristian Pavon ein 22-Jähriger den Siegtreffer initiierte, gibt vielen Hoffnung. "Der Geist des Weltmeisters tauchte auf", sagte Mascherano noch. Gemeint war nicht der Geist "des Diego". Maradona lebt, die Albiceleste auch.


Frankreich - Argentinien Live Stream


Der Schiedsrichter wird das Spitzenspiel am Samstag, 30.Juni 2018, um 16:00 Uhr anpfeifen. Wenn das Spiel zwischen Frankreich und Argentinien angestoßen wird, werden etliche Fussball-Fans leider nicht zuschauen können. Wer über einen schnellen Internet-Anschluss verfügt, kann sich einen Live-Stream suchen – und davon gibt es genügend. Sportsender wie Sky, Eurosport oder Sport1 bieten möglicherweiße zu diesem Event einen eigenen online Livestream an, der legal ist und eine HD-Qualität aufweist.



Wir von Fußball Live Stream wünschen euch viel Spaß beim Spiel Frankreich gegen Argentinien, vergesst nicht um 16:00 Uhr einzuschalten, sei es per TV, Livestream, Radio oder Liveticker!