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Dienstag, 10. Juli 2018

Live Stream Frankreich - Belgien 10.07.2018 WM

Im Krestovsky in St. Petersburg findet am Dienstag, den 10.07.2018 das 1/2-Finale der Weltmeisterschaft 2018 in Russland statt. Um 20:00 Uhr trifft Frankreich auf Belgien. Sei Live dabei per TV, Livestream, Radio oder Liveticker!


44 Spiele hat Raphael Varane in der abgelaufenen Saison für Real Madrid absolviert. Tore hat der Innenverteidiger in all diesen Spielen keine erzielt. Varane ist kein Goalgetter, in seinen sieben Jahren im Trikot von Real hat er ganze sechsmal getroffen. Für die Equipe tricolore traf er bis zu diesem WM-Turnier seit 2012 lediglich zweimal ins Tor, zuletzt war das vor drei Jahren der Fall, bei einem Test gegen Brasilien. Es durfte also nicht wirklich damit zu rechnen sein, dass ausgerechnet Varane gegen die Defensivkünstler aus Uruguay das bahnbrechende 1:0 köpfen würde. Und doch, irgendwie konnte es eigentlich nicht anders sein, als dass ausgerechnet jener Mann im Viertelfinale der WM 2018 für die Franzosen trifft, dem im Viertelfinale 2014 jener Fehler unterlief, der Frankreich damals das Weiterkommen kostete.

Mats Hummels war es vor vier Jahren, der in Rio de Janeiro den 21-jährigen Varane bei einem Frei-stoß von Toni Kroos abschüttelte wie eine lästige Fliege und per Kopf das entscheidende 1:0 erzielte. "Er war damals nicht wirklich fehlerhaft", sagte Didier Deschamps, "aber ich freue mich jetzt für ihn, das habe ich ihm nach dem Spiel gegen Uruguay gesagt." Auch wegen des Gegentores 2014 in Rio wurde später bei Varane immer gern davon gesprochen, dass ihm im Zweikampf öfters mal die Giftigkeit fehle, ihm die Fähigkeit abgehe, auf dem Feld mit allen Tricks zu arbeiten. Gerade im Vergleich zu dem deutschen Innenverteidiger, der 2014 Weltmeister wurde, oder zu Sergio Ramos, Nebenmann in Madrid, dem Inbegriff des "Abwehrbiestes".

Doch Varane ist seinem Weg treu geblieben. Und was vor Kurzem noch als emotionslos angesehen wurde, gilt jetzt als reif, was früher brav war, ist heute abgeklärt. In Spanien nennt man ihn auch "Don Limpio" - "Herr Saubermann", und das ist angesichts seiner Zweikampfführung mittlerweile durchaus positiv gemeint. Tatsächlich: Varane hat seit 2014 einen großen Schritt gemacht, in Madrid, bei der französischen Auswahl. Unter Deschamps ist er nun Vizekapitän. Und Co-Trainer Guy Stephan sagt: "Er wird immer wichtiger in der Gruppe." Sein Wort hat mittlerweile Gewicht. Wie kann es auch anders sein, wenn einer wie er mit 25 Jahren schon viermal die Champions League gewonnen hat. Da hören auch die Mitspieler lieber mal zu, wenn Varane die Stimme hebt. Aber irgendwie hat dieser Mann schon immer eine Menge Verantwortung getragen. Und das vor allem schon sehr früh. Mit 17 hatte er seinen ersten Profieinsatz, mit 18 trug er in der Ligue 1 für RC Lens schon die Kapitänsbinde, mit 19 wurde er französischer Nationalspieler, und da spielte er schon ein Jahr für einen Klub wie Real Madrid. Mit 25 steht er nun an einer Stelle, die von ihm mehr verlangt.

Mit dem verletzungsbedingten Fehlen von Laurent Koscielny ist Varane in eine andere Rolle geschlüpft. Er ist präsenter, auf und neben dem Feld. Er geht dazwischen, wenn sich Pogba und Co. mit dem Gegner in die Haare bekommen, er gibt Anweisungen, muntert auf und ist in Russland vor allem ein hervorragender Zweikämpfer, ob am Boden oder in der Luft. Zusammen mit Hugo Lloris im Tor, Paul Pogba vor sich im Mittelfeld und Antoine Griezmann ganz vorne ist der Abwehrspieler Teil einer neuen, zwar nicht immer schön spielenden, aber erfolgreichen Achse.

Und die soll gegen den Nachbarn aus Belgien weiter erfolgreich sein. Man kennt sich: Auch Varane, in Lille, an der Grenze zu Belgien groß geworden, hat wie die Mitspieler viele Verbindungen ins Nachbarland. Doch der Titel ist greifbar. "Wir hoffen, Weltmeister zu werden. Wir fühlen eine große Leidenschaft und wollen die Franzosen stolz machen", sagt der 25-Jährige. Frankreich steht zum sechsten Mal in einem WM-Halbfinale. "Erfahrung spielt in dieser Art von Wettbewerb eine große Rolle." Das trifft vor allem auf ihn zu. Varane, bei der EM 2016 wegen einer Verletzung nicht dabei, hat dazugelernt. Und er weiß, was man ihm erwartet.

Sankt Petersburg wird eine Begegnung der besonderen Art erleben. Auf Frankreichs Bank sitzt Didier Deschamps, auf der der Belgier Thierry Henry. Gemeinsam wurden sie 1998 Weltmeister und 2000 auch Europameister mit der Equipe tricolore. "La Dech", der damalige Kapitän, ist längst Frankreichs Nationalcoach mit den meisten Länderspielen (81), Ex-Stürmer Henry führt mit 51 Toren noch immer die Torjägerliste der Bleus an.

Doch "Titi", mittlerweile mit Vollbart, hat die Seiten und die Landesfarben gewechselt. Er unterstützt Belgiens spanischen Nationaltrainer Roberto Martinez. Und möchte mit ihm ins WM-Finale einziehen - ausgerechnet gegen Frankreich. Im Duell mit den "Cousins", wie die Belgier in Frankreich genannt werden, wird der langjährige Torjäger des FC Arsenal und des FC Barcelona die "Marseillaise" nicht mitsingen.

Seit zwei Jahren dient Henry den Roten Teufeln als zweiter Co- und Stürmertrainer. Ähnlich wie Miroslav Klose unter Joachim Löw. Seit der WM 2010 und der 1:2-Niederlage gegen Südafrika sowie dem Fiasko um den Streik von Knysna, den er mehr oder weniger passiv miterlebte, baute er eine Distanz zu seiner Heimat auf. International gebrandmarkt schon im Herbst zuvor, als er der Equipe mit seinem Handspiel vor dem Tor gegen Irland den WM-Start ermöglichte. Seither lebt Henry im Exil. Erst in New York, jetzt in seiner Wahlheimat London, wo er als Sky-Kommentator fürstliche fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen soll.

Seine Trainerdiplome hat der Fußballverrückte teils in Wales gemacht. Dort lernte "Titi" auch Roberto Martinez kennen, als der Swansea City trainierte. In seiner Trainerrolle in Belgien blüht Henry richtig auf. Konzentriert macht er das Aufwärmtraining mit, schlägt später Flanken. Besonders eng ist Henry mit Romelu Lukaku. "Ich lerne viel von ihm, die Bewegung im Raum, den ersten Ballkontakt und vor allem, für das Team zu spielen", lobt der Torjäger von Manchester United.

Zudem kennt er die Franzosen aus dem Eff-Eff. "Komisch, wenn man ihn gegen uns sieht. Er ist eine lebende Legende unseres Fußballs. Er genießt großen Respekt bei uns", meint Stürmer Olivier Giroud. "Wir haben ihn ein bisschen aus dem Blick verloren", gesteht Verbandspräsident Noel le Graet. "Wenn wir gewinnen, wird er sich auch freuen. Er ist ja Franzose", glaubt dagegen Verteidiger Lucas.


Frankreich - Belgien Live Stream


Der Schiedsrichter wird das Spitzenspiel am Dienstag, 10.Juli 2018, um 20:00 Uhr anpfeifen. Wenn das Spiel zwischen Frankreich und Belgien angestoßen wird, werden etliche Fussball-Fans leider nicht zuschauen können. Wer über einen schnellen Internet-Anschluss verfügt, kann sich einen Live-Stream suchen – und davon gibt es genügend. Sportsender wie Sky, Eurosport oder Sport1 bieten möglicherweiße zu diesem Event einen eigenen online Livestream an, der legal ist und eine HD-Qualität aufweist.



Wir von Fußball Live Stream wünschen euch viel Spaß beim Spiel Frankreich gegen Belgien, vergesst nicht um 20:00 Uhr einzuschalten, sei es per TV, Livestream, Radio oder Liveticker!